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Kurzschlußprüfung

Prüfung K 36/52 | Prüfung KP 39/53
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Ort der Prüfung: Forschungsgemeinschaft für Hochspannungs- und Hochstromtechnik e.V.
Hallenweg
68219 Mannheim
Deutschland
Datum der Prüfung: 29. Juni 1979
Zu prüfende Teile: Kabelschelle Typ K 36/52 Einzelbefestigung von Einleiterkabeln
Kabelschelle Typ KP 39/53 gebündelte Befestigung von Einleiterkabeln
Prüfung: Die Versuche sollten das Verhalten der Kabelschellen bei dynamischen Beanspruchungen durch Stoßkurzschlußströme bis zu 110 kA zeigen

Als zulässige Belastung für die Kabelschellen wurde von folgenden Werten ausgegangen:

Typ K 36/52 maximal zulässige Kraft = 10.000 N
Typ KP 39/53 maximal zulässige Kraft = 25.000 N

Die sich für die Kabelschellen ergebenden Kräfte wurden rechnerisch nach folgender Gleichung für einen dreipoligen Kurzschluß ermittelt.


Hierin bedeuten:
F : Die im Kurzschlußfall auftretende Kraft in N
l : Schellenabstand in m
a : Mittenabstand der Kabel in cm
I s : Stoßkurzschlußstrom in kA

Prüfungen:

Ergebnis der Versuche:

Kabelschellen die an sie gestellten Abforderungen erfüllt haben, abzuleiten.
  1. Beim Einsatz von Einleiterkabeln ist es empfehlenswert, nicht nur die thermische Wirkung des Kurzschlußstromes, sondern auch die dynamischen Kräfte zu beachten.

  2. Um ein starkes Ausbiegen der Schellen zu vermeiden, muß bei höheren Kurzschlußströmen der Abstand der Schellen eventuell geringer gewählt werden, als es nach VDE 0298 Teil 1 und der zulässigen Kraftaufnahme der Kabelschellen zulässig wäre.

  3. Bei großen Kurzschlußleistungen ist es nicht ausreichend die Kabel nur zu bündeln und z.B. bei Pritschenverlegung in einer Pritsche abzulegen. Wie die Aufnahmen 3 bis 6 zeigen, ist hier die Gefahr gegeben, daß die Kabelbündel durch das Hochspringen beschädigt werden oder Anlagenteile beschädigen.
    Es erscheint in diesen Fällen zweckmäßig, das Kabelbündel in nicht zu großen Abständen mit der Pritsche zu verbinden, wobei auch die Pritschenkonstruktion geeignet sein müßte, gewisse Kräfte aufzunehmen. Über die Größenordnung dieser Kräfte kann allerdings nach diesen Versuchen keine Aussage gemacht werden.


 
 
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